Ochsner – der Abfallpionier

  • Abfallentsorgung geht heute still und leise vonstatten. Wenn die Kunststoffcontainer von den Abfuhrlastern hochgehievt werden, hört man nur noch das leise Geräusch der Hydraulik. Früher schepperte es zur frühen Morgenstunde jeweils gewaltig. Schuld waren unter anderem die robusten, feuerverzinkten Metallkübel der Firma J. Ochsner & Cie AG.

    Der Name Ochsner steht in der Schweiz für Abfallentsorgung schlechthin. Während Jahrzehnten gab es kaum einen Schweizer Haushalt ohne den typischen «Güselkübel» mit dem unverkennbaren Deckel, auf dem ein Schweizerkreuz und die Worte «Patent Ochsner» eingeprägt waren.

  • 1928 wurde das Ochsner-System in Zürich eingeführt. Die Haushalte wurden mit standardisierten Kübeln ausgerüstet, die auf die Transportwagen zugeschnitten waren, und auch die Feuerklappen der Brennöfen passten genau zu den Transportgefässen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Firma Ochsner mit ihren Produkten und Lizenzen europaweit bekannt.

    Über hundert Jahre nach seiner Erfindung ist der Ochsner-Kübel in der Bevölkerung noch immer ein Begriff. Die alten Kübel sind zu Sammlerobjekten avanciert.